Ein Text von Monika Dittrich zum Buch „female Choice“. Durch die Brisanz und Aktualität kommentiere ich im Anschluss aus der Sicht eines Mannes.

Herzlichst Gregor

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/zukunft-der-menschheit-evolutionsbiologin-viele-maenner.1310.de.html?dram:article_id=492817

Evolutionsbiologin: Viele Männer werden keine Sexualpartnerin mehr finden

Die männliche Zivilisation widerspricht der Natur: Das ist die These der Biologin Meike Stoverock. Sie hat ein Buch über das evolutionäre Prinzip der „female Choice“ geschrieben, wonach die Weibchen den Zugang zu Sex kontrollieren. Was heißt das für das künftige Verhältnis von Männern und Frauen?

Von Monika Dittrich

Im Tierreich gilt Damenwahl. Ob Kranich, Riesenkänguru oder Paradiesvogel: Die Männchen fast aller Arten strengen sich an, um die Weibchen zur Paarung zu bewegen. Die promovierte Biologin Meike Stoverock beschreibt das so:

„Attraktive Männchen mit Hörnern, Geweihen, Schmuckfedern oder leuchtenden Farben machen ein Riesentamtam: Sie singen, schenken, bauen, drohen, sammeln, tanzen und imitieren Stimmen, dass den armen Weibchen ganz schwindelig wird vor Erotik.“

Üblicherweise verfügen die Männchen über massenweise Samenzellen, mit denen sie die Weibchen begatten wollen. Für die Weibchen aber ist die Fortpflanzung viel aufwändiger, ihre Eizellen sind kostbar, die Brutpflege ist anstrengend. Deshalb sind sie wählerisch – sie bestimmen, welche Männchen sich paaren können.

Ein Naturgesetz wurde ausgehebelt

Nicht alle Männchen kommen zum Zug, viele bleiben ohne Weibchen und ohne Sex. Das ist die Female Choice, ein Gesetz der Evolution.

„Sex ist für Männchen eine begrenzte Ressource, die die Weibchen kontrollieren. Dass Männchen oft und hartnäckig versuchen, sexuelle Kontakte zu Weibchen herzustellen, und Weibchen diese Versuche fast immer ablehnen, ist kein Fehler des Systems – es ist das System.“

Meike Stoverock breitet das Panorama evolutionsbiologischer Zusammenhänge genüsslich aus – und die Schlussfolgerung drängt sich bei der Lektüre zwingend auf: Menschen sind auch nur Säugetiere. Aus naturwissenschaftlicher Sicht muss für sie ebenfalls das Prinzip der Female Choice gelten. So war es wohl auch mal, legt die Autorin überzeugend dar.

„Die heutige Weltbevölkerung hat ungefähr doppelt so viele weibliche wie männliche Vorfahren, in präkulturellen Zeiten haben sich also ungefähr 70% der Frauen mit 35% der Männer gepaart.“

Ehe verhindert männliche Sexualkonkurrenz

Was also ist passiert, dass wir heute in einer männlichen Zivilisation leben? Sehr kurz zusammengefasst erklärt es Meike Stoverock so: Mit der Landwirtschaft wurden die Menschen vor rund 10.000 Jahren sesshaft und die Frauen verschwanden im privaten Heim, wo sie sich um die Kinder kümmerten. Männer entschieden fortan über die Verteilung der Frauen. Sie erfanden die Ehe, um die männliche Sexual-Konkurrenz einzuhegen und den Zugang zu Sex zu sichern.

Vor drei Jahren beschloss der Bundestag die „Ehe für alle“: Ein Meilenstein in der Emanzipation von Homosexuellen. Gemeinsame Adoptionen von Kindern wurden nun möglich. Lesbische Paare aber erleiden weiterhin Nachteile, wenn sie in einer Ehe Kinder haben und aufziehen möchten.

„Diese Unterdrückung […] ist das Fundament, auf dem die heutigen Staaten, politischen Systeme und Kulturkreise stehen.“

Das ist eine radikale These – und Meike Stoverock plädiert für nichts weniger als eine neue Weltordnung. Allerdings denkt sie als Kennerin der Evolutionsgeschichte nicht in Jahren und Jahrzehnten, sondern eher in Generationen und Jahrhunderten. Und sie will auch keine Rückkehr zur Female Choice in Reinform, denn, so schreibt sie: „friedliches Zusammenleben und hohe Sexualkonkurrenz“ schließen sich aus.

Das Phänomen der Incels

Doch sei die Zeit reif, das Zusammenleben von Frauen und Männern zu überdenken – zumal die Geschlechterverhältnisse ohnehin in Bewegung sind; Frauen zumindest in westlichen Gesellschaften werden freier und unabhängiger.

„Die Kultur, nicht die Evolution, hat bisher Frauen den Männern zur Verfügung gestellt – und damit brechen die Frauen jetzt.“

Männer müssen bei der Lektüre dieses Buches tapfer sein – denn die Biologin geht davon aus, dass viele von ihnen keine Partnerin mehr finden werden. Was in dieser biologischen Sichtweise allerdings ausgeblendet wird: Männer und Frauen sind wohl mehr als die Summe ihrer Triebe. Sie binden sich nicht nur aneinander, um ein evolutionäres Fortpflanzungsprogramm zu absolvieren. Die Biologin dürfte aber mit ihrer Beobachtung Recht haben, dass die sogenannten Incels, die unfreiwillig zölibatär lebenden Männer, gefährlich werden können. Incels gebe es auch im Tierreich.

„Sie sind der ‚Rest‘, die Nicht-Premiummännchen, der nach dem evolutionären Aussiebungsprozess übrigbleibt und keine Chance auf Fortpflanzung hat. Nur durch die männliche Zivilisation, die Frauen kontrolliert und entrechtet hat, wurde dieses Phänomen bis heute unterdrückt.“

Nun macht Meike Stoverock Vorschläge, wie das Zusammenleben von Männern und Frauen in einer post-männlichen Zivilisation aussehen könnte, einer Weltordnung, in der Frauen im Lauf ihres Lebens tendenziell mehrere Alphamänner auswählen, in der aber nicht jeder Topf einen Deckel findet. Sie rechnet ab mit der Institution der Ehe, in der sie ein Instrument der Unterdrückung von Frauen sieht, fordert eine Abkehr von der romantischen Vorstellung, dass Männer und Frauen in lebenslanger Monogamie glücklich werden können.

Männer, die in dieser neuen Weltordnung keine Frauen mehr finden, sollen auf andere Weise versorgt werden – Stoverock denkt über Sexualassistentinnen nach und über die Rolle von Prostitution, sie bezeichnet Pornografie als mögliche „gesellschaftsverträgliche Stütze“ für Männer.

„Männer, die nie oder nur sehr selten Sexpartnerinnen finden, müssen ethische und gesellschaftlich akzeptierte Möglichkeiten bekommen, ihre sexuellen Bedürfnisse zu erfüllen.“

Meike Stoverock hat ein aufwühlendes Buch geschrieben. Es ist radikal und provoziert manchen Widerstand. Damit geht sie klug und vorausschauend um und entkräftet Gegenargumente, die beim Lesen aufsteigen können. Man muss das nicht alles mögen, was sie schreibt, man kann sich empören über ihr Bild von Männern und Frauen, ihre Ablehnung der Ehe, die Art ihrer Religionskritik. Aber gerade deshalb ist ihr Buch so lesenswert – weil es dazu auffordert, völlig neu über das Verhältnis von Männern und Frauen nachzudenken und auch: zu streiten.

 

 

Kommentar von Gregor Schäfer:

 

Zunächst…ich habe das Buch gelesen.

Es ist nicht unrichtig was die Buchautorin schreibt. “Die Frau” hat Herrenwahl. Eine attraktive Frau bekommt auf Partnerbörsen wesentlich mehr Anschreiben als ein attraktiver Mann.

Die augenscheinlich fehlende Gleichberechtigung, zumindest in der westlichen Welt die wir in 2021  haben, wird jedoch m.E. auch aufgebauscht. Es mag sein dass ich in einer Welt groß geworden bin, wo ich nicht erkennen konnte dass Frau nicht gleichberechtigt ist.

Dass eine Frau keine Karriere machen kann, stimmt nicht. Sie kann entscheiden welchen Partner sie möchte, und sie kann sich auch scheiden lassen. Sie kann entscheiden welchen Beruf sie erlernen möchte, und sie kann ihren Preis bei der Einstellung entscheiden. Dass Frauen keine Macht oder verantwortungsvolle Posten bekommen kann, weil sie daran gehindert wird durch ihr Geschlecht, ist zumindest bei uns, nicht wahr.

Wie lassen sich Angela Merkel,  Le Pen, La Garde, Ursula v. d. Leyen, Petry/Weidel, Julia Klöckner, oder auch nun Kamala Harris, die spekulativ aufgrund des Alters von Biden erste USA Präsidentin werden könnte erklären? Sind sie besser als Männer? Diese Diskussion möchte ich nicht beginnen.

Es gibt zahlreiche Managerinnen, Frauen in der HR Abteilung, in Banken, Schulen, Krankenhäuser, Aufsichtsräten…möglich ist es, sofern Frau sich dafür entscheidet.

Me too Bewegungen haben ihre Berechtigung, und der Status der Frau war in den 70er noch eine ganz andere. Ob man in 2021 für mehr Rechte noch auf die Straße muss, wo doch Männer in Elternzeit gehen, Hausarbeiten machen, Kinder aktiv miterziehen, Einkäufe tätigen uvm, sei dahingestellt. Viele Männer sind zu sog. „Highperformer“ geworden. Nach der Arbeit ist Haus, Kinder, Partnerin angesagt und insbesondere bei HomeOffice sitzen alle gleich im Boot.

Den Mann bzw. viel mehr dessen Rolle heute noch zu dem zu pauschalisieren was er einst mal war, kommt dem heutigen tatsächlichen Bild nicht gerecht. Wenn wir über „neue Mitbürger“ sprechen, so ist dies in der Tat tendenziell noch so, daher sind die „Bewegungen“ durchaus wie schon benannt berechtigt. Das Aufeinandertreffen von Kulturen ist hier aber nicht das Thema, es würde den Text sonst sprengen.

Actio et reactio

Es ist nicht so dass der „Mann“ das schwächere Geschlecht wäre, der nicht so gut fühlen und/oder denken kann oder sexuelle Not hat, weil er eben ein Mann ist. Die Libido einer Frau kann sehr ausgeprägt sein. Hier zu unterscheiden erachte ich als sehr gewagt.

In Zoom Meetings mit mir beschwerten sich Frauen bspw. dass Sie in Ihrer Kindheit immer nur den Mann als Held, als das starke Geschlecht wahr genommen haben und deswegen von vornherein eingeschüchtert waren weniger wert zu sein. Tatsächlich ist es so dass es neben Biene Maja, Heidi, Pippi langstrumpf, Ronja die Räubertochter, Momo, Sailor Moon, Bibi Blocksberg, Arielle, Pocahontas, Mulan und Tinkerbell auch für Erwachsene viele Tomb Raider- und Resident Evil-Frauen und jüngst Wonderwoman und Captain Marvel´s gibt die durchaus als Heldinnen zu bezeichnen sind.

Zitat aus o.g. Text: “…Nur durch die männliche Zivilisation, die Frauen kontrolliert und entrechtet hat, wurde dieses Phänomen bis heute unterdrückt.“

Steigt eine Art Arroganz gegenüber dem Mann, kann es passieren dass ein Mann sich von einer Frau, bzw stellvertretend von allen Frauen „abwendet“. Ein Geschlechterkampf ist ein actio et reactio, nicht vergessen! Es gehören zwei dazu!

Ein männerhassender Feminismus geht auch umgekehrt, und nicht alle Männer werden zu Vergewaltiger und Meuchelmörder. Manch recht nettes Exemplar Mann welches Potenziale hat, geht aufgrund „über den Kamm scherens“ einer Frau durch die Lappen. Dass der Mann einen Drachen erlegen muss, weil Prinzessin sich für hübsch und klug hält, wird immer mehr dem Ritter nicht ausreichen. Die Frage was eine Frau dem Mann bieten kann wächst äquivalent mit dem Feminismus: denn das eine bedingt das andere. Gleichberechtigung und Anspruch gleichen sich auf beiden Seiten an.

Wenn der Mann keine Sexualpartnerin findet, geht er eben online oder zu einer Bezahldame. Ohne Stress. Danach macht er Sport, geht seinen Hobbys nach.

Außerhalb des Sex:

Es ist nicht so, dass nur der Mann Liebe will, und Frau ihm Liebe geben kann, wenn sie denn will. Es ist anders rum genauso. Die Frau ist auf der Suche nach Liebe, der Erfüllung auch emotionaler Ansprüche. Dies ohne Anstrengung zu finden ist m.E. ein Trugschluss, denn um ein Mann mit Potenzial für sich zu gewinnen muss Frau genauso „balzen“. Früher reichte vielleicht Optik, der klassische rote Lippenstift steht hier sinnbildlich. Der Mann mit Potenzial gleicht die Kompatibilität (gemeinsame Schnittmenge) durchaus ab. Begriffe wie gleiches Mindset waren zu Großeltern´s Zeiten wohl nicht im Gebrauch. Heute schon.

Dass Männer Kriege führen und Frauen nicht….zumindest die Ein oder Andere überlieferte Geschichtserzählungen sagen anderes: Zwar gehen die Frauen nicht auf das Schlachtfeld, aber die Männer tun dies für sie stellvertretend, bzw um derentwillen. Natürlich nicht immer, keine Pauschalen bitte.

 

In meinem Berufsleben hat mich mal eine Frau gekündigt, weil ich ihr kompetenztechnisch zu Nahe kam. Es ist also nicht so dass nur Männer Egos haben die bedient werden müssen. Es gibt nicht wenige Abteilungsleiterinnen, oder Frauen auf Positonen die sich, auf welcher Art auch immer, dafür einsetzen dass jmd, auch Männer, nicht weiterkommen.

Die Frau ist nicht das geheime stärkere Geschlecht, auch nicht das schwächere.  Sie ist auch in 2021, zumindest bei uns, nicht das benachteiligte Geschlecht und das sage ich, Gregor Schäfer, trotz aller „Statistiken“. Es gilt die Chancengleichheit zu bewahren die aufgebaut wurde. Ein wahres Gut welches wir in 2021 verteidigen müssen.

Die physische Überlegenheit ist nicht ab zu streiten, aber nicht jeder Mann nutzt dies zum Leid der Frau aus. Die Frau kann dem mann auch großen Schaden zufügen: Ignoranz, Desinteresse, Rufmord uvm hinterlassen Verletzungen.

Die Erziehung von arabischstämmigen Einwanderern…. nun dies ist wie o.g. ein anderes Feld. Ein großes und m.E ein handlungsbedürftiges, dies hier zu thematisieren geht in einen anderen Bereich über in Kultur und Werte.

 

 

Herzlicht Gregor

 

tags: Entwicklung zwischen Mann und Frau, Rollenverteilung, Genderverteilung, die Rolles des Mannes, die Freiheit der Frau

Wie der Bindungsstil trennt und zusammenhält

Ein sehr guter Text zur Empfehlung. Generell ist die Website Spektrum sehr lesenwert.

Quelle:

https://www.spektrum.de/news/bindungsangst-das-naehe-distanz-problem/1824823#Echobox=1612185165?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Mehr zur Autorin Nina Ayerle am Ende des Textes

Jeder Mensch entwickelt in der Kindheit eine Blaupause für Beziehungen: den so genannten Bindungsstil. Noch Jahrzehnte später bestimmt er, welche Paare miteinander glücklich werden.

 

Wir suchen sie fast alle. Die große Liebe. Manche finden sie. Manche suchen sie ein Leben lang – und finden sie dennoch nicht. Sie glauben, sie hätten einfach Pech in der Liebe. Hinter immer wieder scheiternden Beziehungen kann aber auch etwas anderes stecken: Bindungsangst. Typische Anzeichen: Man zieht sich immer dann zurück, wenn die Beziehung enger, intimer, verbindlicher wird. Oder man findet andere nur anziehend, wenn man sie nicht haben kann, zum Beispiel, weil sie verheiratet sind oder kein Interesse an einem haben.

Die Bindungstheorie geht zurück auf den englischen Kinderpsychiater John Bowlby (1907-1990). Mitte des 20. Jahrhunderts schloss er aus seinen Beobachtungen, dass Kinder in den ersten Lebensjahren ein mentales Arbeitsmodell für Beziehungen entwickeln. Eine sichere Bindung entwickle das Kind vor allem dann, wenn die Eltern schnell, verlässlich und angemessen auf seine Bedürfnisse reagieren, beispielsweise indem sie es innerhalb weniger Sekunden trösten, wenn es schreit. Eine unsichere Bindung könne entstehen, wenn sich die Eltern eher gleichgültig verhalten, nicht ausreichend auf das Kind eingehen oder wenn sie das Kind überbehüteten, so dass es sich nicht selbstständig entwickeln kann. Auch belastende Erfahrungen wie der Verlust von Vater oder Mutter hinterlassen ihre Spuren.

Wie misst man den Bindungsstil?

Die Entwicklungspsychologin Mary Ainsworth (1913-1999) beobachtete Kleinkinder in einem standardisierten Verhaltensexperiment, dem »Fremde-Situations-Test«: Wie reagieren sie, wenn ihre Bezugsperson den Raum verlässt und sie mit einer fremden Person allein sind? Und wie verhalten sie sich, wenn ihre Bezugsperson zurückkehrt? Für ältere Kinder oder Erwachsene existiert kein solcher Test. Sie geben in Interviews wie dem »Adult Attachment Interview« oder in Fragebogen Auskunft über ihre Einstellung zu Beziehungen.

 

In den 1980er Jahren übertrugen die US-Forscher Cindy Hazan und Phillip Shaver die kindlichen Bindungsstile auf Beziehungsmuster zwischen Erwachsenen. Die Grundidee: Erleben Kinder ihre Bezugspersonen nicht als warm und verlässlich, kann sich das auf ihre Beziehungen im weiteren Leben auswirken. Die promovierte Psychologin Eva Neumann vom Uniklinikum Bochum erforscht, wie Bindungserfahrungen in der Kindheit mit den Beziehungen im Erwachsenenalter zusammenhängen. »Menschen mit einem sicheren Bindungsstil fühlen sich in engen Beziehungen wohl und haben Vertrauen«, sagt Neumann. Eine unsichere Bindung führe bei manchen zu einem ängstlichen, Nähe suchenden Verhalten – sie klammern sich an den Partner –, bei anderen hingegen zur Vermeidung von Nähe. »Menschen mit hoher Vermeidung halten den Partner eher auf Distanz und betonen die Eigenständigkeit in der Beziehung«, erläutert Neumann. Im Prinzip haben sie ihr Bindungssystem deaktiviert, aus Selbstschutz. Ihr Motto: Ich brauche niemanden. Einige bleiben dann tatsächlich ein Leben lang Single – sogar dann, wenn sie in einer Partnerschaft leben.

Studien zeigen, dass Paare häufig in zwei Konstellationen zusammenfinden: Entweder sind beide Partner sicher gebunden – sie machen rund 50 Prozent der Paare aus. Oder beide sind unsicher gebunden, wobei es sich meist um eine vermeidende und eine ängstliche Person handelt. Diese Paare sind laut Neumann oft in einem Teufelskreis gefangen: Je mehr eine Person die Nähe sucht, desto mehr weicht die andere aus, und umgekehrt. In der Regel ist es die Frau, die klammert, und der Mann, der Nähe vermeidet. Dahinter könnten alte Geschlechterstereotype stecken: Das Streben nach Unabhängigkeit entspricht eher dem traditionellen männlichen Rollenbild und Abhängigkeit eher dem weiblichen.

Laut der israelischen Soziologin Eva Illouz haben Bindungsängste auch gesellschaftliche Ursachen. Bindungsunwilligkeit führt sie auf die unterschiedlichen Positionen von Mann und Frau zurück: »Geben Sie den Frauen Macht und Geld, machen wir sie zu Staatsführern, lassen wir die Männer in Konferenzen den Kaffee servieren, die Kinder aufziehen und das Abendessen machen – dann wären die Männer diejenigen, die sich nach einer gefestigten, monogamen Beziehung sehnen.«

Aus diesem Ungleichgewicht heraus bilden sich anscheinend besonders stabile Bande. In den 1990er Jahren erfragten US-Forscher die Bindungsstile von 354 heterosexuellen Paaren und erkundigten sich drei Jahre später noch einmal nach dem Beziehungsstatus. Überraschenderweise führten vermeidende Männer und ängstliche Frauen die stabilsten Beziehungen – obwohl sie nicht sonderlich zufrieden waren. Als zufriedenstellender, aber weniger dauerhaft erwiesen sich die Partnerschaften zwischen sicher gebundenen Männern und Frauen. Über Konstellationen mit zwei ängstlichen oder zwei vermeidenden Partnern konnten die Forscher nichts herausfinden: Es gab einfach keine.

Eine stabile Partnerschaft bedeutet also nicht zwangsläufig, dass die Beteiligten glücklich sind. Eigentlich ein Grund, um über eine Trennung nachzudenken – doch viele wollen nicht allein sein. So rät Bindungsforscherin Eva Neumann nur bedingt zu einer Trennung: dann, wenn Alkohol, andere Süchte oder Gewalt im Spiel sind. Sei dies nicht der Fall, laute die wichtigste Frage: Ist das Leben als Single für mich wirklich die bessere Wahl?

Auch Psychologen um Franz Neyer und Christine Finn von der Universität Jena haben untersucht, wann eine Partnerschaft von Dauer ist. Über sieben Jahre hinweg befragten sie rund 2000 Paare in regelmäßigen Abständen zu deren Beziehung. 16 Prozent trennten sich im Lauf der Studie, wie die Forschungsgruppe 2020 berichtete. Schon der Beginn einer Partnerschaft ließ auf den weiteren Verlauf schließen: Nach einem unglücklichen Start wurden die Paare meistens noch unglücklicher und trennten sich schneller wieder. Die beste Prognose hatten Partner mit einem ähnlich starken Wunsch nach Nähe – in dem Sinn, dass sie einander gleichermaßen Freiheiten zugestanden und eigene Interessen verfolgten. Die Pärchen blieben eher zusammen, wenn es ihnen gelang, ein Gleichgewicht zwischen Nähe und Unabhängigkeit herzustellen.

»Ängstlich-Gebundene versuchen, emotionale Bindung über Sexualität herzustellen«
(Guy Bodenmann, Professor für Klinische Psychologie an der Universität Zürich)

Mit Bindungsangst fällt das schwerer. Guy Bodenmann, Paartherapeut und Professor für Klinische Psychologie an der Universität Zürich, spricht von einer selbsterfüllenden Prophezeiung: »Eine ängstliche Person sucht sich oft jemanden, der ihre negativen Erfahrungen bestätigt.« Das richtige Maß an Nähe und Distanz zu finden, sei für die Betroffenen äußerst anstrengend. Sie erwarteten bereits vor einer Beziehung, dass es nicht klappen würde, weil sie sich selbst nicht liebenswert finden.

Um diese Ängste zu überwinden, brauche es die innere Gewissheit, liebenswert zu sein – notfalls auch ohne Partner. Dazu benötigt man ein gesundes Selbstwertgefühl, und genau daran fehlt es Menschen mit unsicherem Bindungsstil. Daher ließen sich ängstlich Gebundene oft viel zu schnell auf Beziehungen ein, sagt Bodenmann. »Sie versuchen dabei, emotionale Bindung über Sexualität herzustellen.« Nach dem Motto: »Wenn ich guten Sex gebe, werde ich geliebt, und der Partner bleibt bei mir.« Enttäuschungen sind an der Tagesordnung.

Gerade Ängstlichen empfiehlt Bodenmann deshalb, genau abzuwägen, mit wem sie sich einlassen. »Sie sollten vorsichtig wählen, sich sexuell etwas rar machen und die emotionale Tragfähigkeit der Beziehung sorgfältig prüfen«, sagt Bodenmann. »Nur so können sie spüren lernen, ob sie jemandem wirklich etwas bedeuten.«

Unsichere Bindungen und ein schwaches Selbstwertgefühl gehen laut Bodenmann Hand in Hand. Unsichere Menschen scheuen Konfrontationen: Sie sagen lieber zu allem Ja – aus Angst, den anderen zu verlieren. Menschen mit stabilem Selbstbewusstsein und sicherem Bindungsstil überstehen eine Trennung besser. »Eine Scheidung fordert unser Selbstwertgefühl stark heraus. Sicher gebundene Menschen können diesen Schmerz und Verlust schneller regulieren«, sagt Bodenmann. »Die Unsicheren bleiben länger verletzt und tragen weiterhin Konflikte mit dem Expartner aus.«

Trennungen und andere Traumata könnten sich auch im Erwachsenenalter noch auf den Bindungsstil auswirken. Er ist zwar stabil, jedoch nicht für immer festgeschrieben. Laut Bodenmann kann er sich verändern, auch zum Positiven. Etwa, wenn eine Person mit einem ängstlich-ambivalenten Bindungsstil über viele Jahre in einer sicheren und guten Beziehung lebt: Dann könne die neue Erfahrung den alten Bindungsstil »überschreiben«.

»Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung haben einen sehr starken Nähe-Distanz-Konflikt«
(Borwin Bandelow, emeritierter Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Göttingen)

Der Psychiater, Psychologe und Angstforscher Borwin Bandelow ist ebenfalls davon überzeugt, dass sich Menschen ändern können – er habe das immer wieder erlebt. Bandelow ist inzwischen im Ruhestand, aber noch an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Göttingen tätig. Seine Erfahrung: Aus einem Mann, der jahrelang regelmäßig die Partnerin gewechselt hat, kann durchaus noch ein treu sorgender Ehemann werden.

Allerdings sei es die Regel, dass einer mehr liebe als der andere, sagt Bandelow und verweist auf ein Zitat von Honoré de Balzac: »In jeder Beziehung gibt es einen, der sich langweilt, und einen, der weint.« Behandeln könne man Beziehungsängste ebenso wie andere Ängste: durch Konfrontation. Schwieriger werde es, wenn der unsichere Bindungsstil zu einer Persönlichkeitsstörung gehört.

Zum Beispiel glauben Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung, eine Beziehung unbedingt zu brauchen, sagt Bandelow, »sie haben einen sehr starken Nähe-Distanz-Konflikt«. Bei Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung sei eine tiefe Bindungsfähigkeit kaum vorhanden. »Sie wollen den Partner oder die Partnerin zwar auf keinen Fall verlieren, gehen aber immer wieder fremd. Wenn sie dann verlassen werden, drehen sie durch«, sagt Bandelow. Und dann gebe es noch Männer mit dem Don-Juan-Syndrom, die häufig die Partnerin wechseln – auch sie sind kaum beziehungstauglich. »Sie brauchen die Aufregung des Neubeginns.«

Irgendwann sei es jedoch an der Zeit zu hinterfragen, ob diese Haltung dem eigenen Glück nicht im Weg steht und wie man dagegen angehen kann. »Zum Beispiel, indem man die Chance erhöht, einen Partner zu finden, der passt«, sagt Bandelow. Vielleicht treffe man auf Datings-Apps erst einmal »zehn Vollpfosten« – das müsse man eben in Kauf nehmen.

Ein Erfahrungsbericht aus der Frauenperspektive, verfasst von einer Autorin aus einer Community (Joyclub) die solche Themen offen diskutiert.

Vorneweg:

Weder Asexualität noch die Lust am Sex ist eine Schande! Asexualität ist keine Krankheit die man heilen muss. Der eine fährt gerne und viel Fahrrad, der andere empfindet daran keinen Spaß. So kann es auch mit dem Sex gehen. Der eine raucht gerne, der andere nicht. Der eine tanzt gerne, der andere nicht. Problemtaisch wird es dann, wenn dadurch ein “Verlierer” entsteht, jemand der Kompromisse eingeht die ihm nicht gut tun. Der Bericht ist natürlich Genderübergreifend, die Rollen können getauscht werden.

Im Coaching, und erst Recht auf den Websites der Therapeuten/Coaches hält man sich mit solchen Themen eher bedeckt, erst Recht vom bzw. mit diesem Sprachgebrauch. Ich möchte diesen Text trotzdem hier veröffentlichen da er grandios gut ist:

Was sexuelle Ablehnung mit mir gemacht hat

Regelmäßiger intensiver Sex war für mich immer ein unabdingbarer Bestandteil einer Beziehung. Wie es ist, als lustvolle Frau jahrelang in einer sexlosen, aber ansonsten total liebevollen Ehe festzustecken, und was das mit mir gemacht hat. Weiterlesen

Bore Out- Was Unternehmer tun können

Vorangehend ein Bericht aus der FAZ als Einleitung (Quelle am Ende des Textes), danach ein Fazit von mir.

„Schon um zehn Uhr morgens war der Großteil meiner Arbeit erledigt, danach war mir langweilig“, erinnert sich Katharina Schneider. Als Vollzeitangestellte musste sie dennoch bis 17 Uhr am Schreibtisch sitzen und einsatzbereit sein, für den Fall der Fälle. Also surfte sie im Internet, versuchte beschäftigt zu wirken. Aber ihr war in Wirklichkeit langweilig – und das sorgte für Stress und Müdigkeit, eigentlich Gemütszustände, die an Überarbeitung erinnern. Was viele nicht wissen: Nicht nur übermäßiger Stress in der Arbeit kann krank machen, sondern auch das genaue Gegenteil: Langeweile und fehlende Perspektive nämlich.

„Unterforderung bedeutet für den Körper Stress“, sagt Jelena Becker, die in Bremen als Psychotherapeutin und Coach arbeitet. „Meistens fühlen sich Betroffene zunächst erschöpft, später können auch Interessenverlust, Schlafstörungen, sozialer Rückzug und Appetitverlust dazukommen.“ Symptome, mit denen auch Katharina Schneider in ihrem damaligen Job zu kämpfen hatte. Zu Hause konnte sie sich nicht mehr richtig entspannen, lief abends stundenlang den Flur auf und ab, um runterzukommen. An Wochentagen machte sie nachts kein Auge zu, und auch ihr Immunsystem gab nach: Sie bekam Hautausschläge und wurde häufiger krank als sonst. Irgendwann, so berichtet sie, kamen auch Panikattacken dazu. Anfangs dachte sie, das wäre nur eine Phase. Doch es blieb dabei. Weiterlesen

Messie-Syndrom oder Desorganisationssyndrom?

 

Mit dem Messie-Syndrom verbinden viele das anhäufen von Müll. Der ein oder andere wird in seinem Leben mal bei dem ein oder anderen Umzug schon geholfen haben. Oder eine Räumung nach einem Todesfall.

Ich habe viele Menschen gesehen und auch begleitet, die in ihrem Leben an einen Punkt ankamen, wo sie sich von materiellen Dingen trennen mussten. Mir ist das nicht immer mit Erfolg gelungen dabei zu helfen, zumal betroffene Menschen vor Menschen flüchten die Hilfe anbieten. Bspw. Hilfe in Form von Übernahme von Entscheidungen die der Betroffene nicht treffen kann.

Der Begriff Messie-Syndrom (vgl. „Hoarding-Syndrom“) hat als signifikantes Merkmal die Entscheidungsunfähigkeit, Wertbeimessungsstörung, Kategorisierungs- und Ordnungsschwierigkeiten. Das Problem an der Sache ist, dass es für Nichtbetroffene schwer vorstellbar ist das der Betroffene sein Problem nicht selber erkennt. Weiterlesen

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Albert Einstein.

 

Was ist Mind Setting?

Unter Mindset versteht man eine gewohnte Denkweise eines Menschen, welche dafür verantwortlich ist, wie dieser in bestimmten Situationen reagiert. Mindset kommt aus dem Englischen und hat viele Synonyme: Einstellung, Denkweise, Haltung, Mentalität oder Weltanschauung.

Ein neues Setting wäre bspw. konditionierte Denk- aber auch resultierende Verhaltensmuster zu lösen bzw. zu ändern. Im Coaching mit dem Ziel durch positiveres Denken zu mehr Glückseligkeit zu gelangen.

 

Was ist Inner Engineering?

Inner Engineering ist ein Begriff aus dem Yoga, und wird u.a. durch Jaggi Vasudev Sadguru  geprägt.

Seine Lehren sind als Mindsetting zu betrachten, gehen aber ein Stück weiter Richtung Esoterik und befasst sich mehr mit Meditation und den diversen Lehren des Yogas. Daher sehe ich das Inner Engineering als zweiten, weiteren Step.

 

Mein Ziel als Coach ist es durch diese zwei Verfahren das „Innere“ zu optimieren um physische und psychische Zustände zu lösen die in schweren Fällen sogar zu Krankheit führen. „Er kann nicht aus seiner Haut“ ist eine Weisheit die beschreibt dass man durch seine Denk- und Verhaltensweisen „gefangen“ ist, ergo sich gewisse Probleme immer wiederholen oder nie weg gehen. Hier helfen keine Pillen, sondern das Aufbrechen von falscher Einstellung, Werten, Haltung, Mentalität und festgefahrenen Denkmuster.

Das Thema 2020- der Narzissmus

Unzählige Titel im Netz findet man wenn man sich auf die Suche begibt mehr über den Begriff Narzissmus zu erfahren. Die Titel heißen u.a.:

„So erkennst du einen Narzissten“

„an diesen 7 Dingen erkennst du Narzissten“

„an diesen 10 Dingen entlarvst du einen Narzisst“

„10 Dinge wovor sich Narzissten am meisten fürchten“

„Trennung vom Narzissten-Die allerwichtigsten Tipps“

„das sind die Unterschiede zwischen einem männlichen und einem weiblichen Narzissten“

„was passiert wenn ein Narzisst merkt dass er entdeckt wurde“

„Hilfe für Opfer von Narzissten“ Weiterlesen

 

Zunächst ist es philosophisch dass Mann und Frau bzw. und auch toleranterweise gleichgeschlechtliche Partner zusammenkommen und ein Leben lang zusammen bleiben. Wer hat diese Regel gemacht, bzw. wer hat die Menschheit so konditioniert dass man ein schlechtes Gewissen hat, wenn man Geschlechtspartner wechselt, oder gar in einer Dreierbeziehung lebt?

Es ist überliefert wie unsere Altvorderen teilweise gelebt haben. Ein Mann von Ehre und Rang hatte nicht nur eine Frau, sondern mehrere, bzw. dazu auch einen „Jüngling“.

Das Regelwerk der Monogamie schufen Religionen. Und dies hatte einen Grund. Die Bevölkerungsexplosion auf dieser Erde wäre möglicherweise so noch schneller und heftiger von Statten gelaufen.

Nach diesem kurzen Abstecher in Relationen was „richtig“ und was „falsch“ sein soll, müssen wir uns die Entwicklungen anschauen. Was waren damals Werte und Moral, wie haben diese sich entwickelt, vor allem warum, und wie sieht es eigentlich heute aus?

Die Rolle der Frau hat sich verändert, und somit auch ihre Unabhängigkeit. Hinzu kommen Gesetze, die die Frau als körperlich schwächeres Wesen (in den meisten Fällen) gegenüber dem Mann schützen.

Woher der Wunsch vieler in Beziehungen leben zu wollen, so wenn das Singledasein so viele Freiheiten verspricht? Gerade in der heutigen Zeit?

Es gibt keine Pauschale, d.h. es gibt verschiedene Gründe, die verschiedene Ursachen haben.

Es gibt die Menschen die selbstbestimmt durch das Leben gehen wollen, und welche die eher mitgezogen werden wollen. Letzteres wird oftmals als unglücklich machend dargestellt. Es gibt bei der Selbstbestimmtheit und auch bei der eher dienenden Variante viele Abstufungen. Weiterlesen

Mit einem Interview von t3n.de (das Magazin für digitales Business) möchte ich einleiten, und daraus ein Fazit ziehen:

Die Philosophin und Literaturwissenschaftlerin Marie-Luise Goldmann warnt vor einem Spaß-Imperativ in der heutigen Gesellschaft. Müssen sich die Ansprüche an Arbeit verändern?

Für eine Fachrichtung entscheiden und durchziehen: Mit der Einstellung ist die Philosophin und Literaturwissenschaftlerin Marie-Luise Goldmann selbst ins Studium gestartet. Und hat eine Fächerkombination gewählt, von der sie sich am meisten Spaß versprochen hat – eine Maßgabe, an der sie heute viele Probleme erkennt. Warum, erklärt sie im Interview. Weiterlesen

Wer die Angst besiegen möchte, muss durch sie hindurch:

Wer Angst hat vor Menschen zu sprechen, der muss vor Ihnen sprechen. Wer Angst hat vor der Höhe, der muss einen Fallschirmsprung machen. Wer Angst hat vor Veränderungen, der muss verändern. Nur so besiegt man seine Ängste.

Angst lähmt. Sie macht handlungsunfähig und starr. Weiterlesen