Infos für Kassenpatienten

gregor schäfer

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten eines Heilpraktikers bisweilen (Stand Nov. 13) nicht. Die IKK hat zumindest gewisse Bereiche (u.a. Homöopathie) mittlerweile abgedeckt mit einem kleinen Satz. :
Ab 01.10.2013 übernimmt die IKK Südwest in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland als erste deutsche Krankenkasse Homöopathie-Leistungen für gesetzlich Versicherte als sogenannte Satzungsmehrleistung bis zu einem Betrag von 150 bzw. 300 Euro pro Jahr (s.u.). Auch Patienten, die bei der IKK Südwest versichert sind, aber (z.B. durch Umzug) nicht mehr in einem dieser 3 Bundesländer wohnen, haben einen Anspruch auf dieses Erstattungsverfahren.
Voraussetzung für eine Erstattung ist lt. Schreiben der IKK, dass die Behandlung „qualitätsgesichert von einem qualifizierten Leistungserbringer“ durchgeführt wurde. Das bedeutet, dass diese Änderung nicht nur für Mitglieder des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte mit Homöopathie-Diplom oder SHZ-Zertifikat gilt, sondern auch für alle SHZ-zertifizierten Heilpraktiker.
Diese Neuregelung ist in der Landschaft der gesetzlichen Krankenversicherungen ein Novum und einmalig, wobei zu hoffen ist, dass dies kein Novum bleibt und in absehbarer Zeit auch andere Krankenkassen nachziehen werden!!
Die Patienten der IKK Südwest können ab dem 01.10.2013 die von ihnen bereits bezahlte Rechnung eines SHZ-zertifizierten Homöopathen an die IKK zur Erstattung weiterreichen, also nach demselben Procedere wie bei privaten Krankenversicherungen oder Beihilfe.
Die IKK erstattet pro Kalenderjahr und Mitglied 80 % der Rechnungsbeträge bis zu einem Maximalbetrag von 150 Euro. Bei Mitgliedern mit familienversicherten Angehörigen beträgt die Erstattung bis zu 300 Euro pro Kalenderjahr.
Privatversicherte haben je nach Versicherung einen Jahressatz. Das sind meist um die 300-450,- für die sie bspw einen Heilpraktiker in Anspruch nehmen können. Im Übrigen kann ein Selbstständiger, selbst wenn er diese Leistungen nicht mitversichert hat…immerhin noch die Kosten für „Coaching“ beim Jahresabschluss geltend machen. Gesprächstherapien fallen u.a. auch darunter

Leider ist es so, dass der Heilberuf sehr lange und intensiv (auch finanziell) gelernt werden muss.
Jemand der Jura studiert hat, wird Ihnen nicht kostenlos Rechtsbeistand geben.
Jemand der seinen Meister als Mechatroniker gemacht hat, wird Ihnen nicht kostenlos das Auto reparieren.
Ein Architekt wird Ihnen nicht kostenlos ein Haus bauen lassen..
Und last but not least…der Fliessenleger oder der Maurer wird selbst wenn er schwarz arbeitet…selten unter 30,-/std arbeiten, ganz zu schweigen wenn es eine Firma macht.

Ich werde oft nach einer „Meinung“ gefragt. Dies ist oftmals eine versteckte Frage für eine möglichst kostenlose Info nach Therapiemöglichkeiten.

Solange ich die Amtsärztliche Prüfung noch nicht (möglichst und hoffentlich mit Bestehung) vollendet habe…darf ich sowieso nicht „praktizieren“, auch wenn ich Wissen und Meinungen durchaus äußern dürfte.

Generell dürfte es aber schwer werden, je nachdem welche Geräte noch in der späteren Praxis stehen, unter 60,-/Std zu arbeiten. Sollten Nachrecherchen und Verbrauchsmittel hinzukommen, und das wird es meist, kann man grob mit 80,- oder mehr/Stdsatz rechnen.
Ausgenommen sind die Leistungen vom Labor (Blut/Stuhl), die selber Ihre Leistungen in Rechnung stellen. Es ergibt sich hier raus gedanklich eine Summe: Erstanamnese ca 100-150,-, Nachfolgend Behandlungstermine (2-3 Mal) je 0,5 Std = gesamt 60-100,-, ggf kommen Laborkosten hinzu, bzw Arznei die man selber in der Apotheke holen muss (ich darf sie nicht verkaufen).. Ich möchte vermeiden dass Überraschungen und Ärgernisse entstehen.